Mo siegt beim Dresdner Citylauf 2026 im Maskottchen-Rennen

Dresden, 27.03.2026200 Meter, ein Ziel – und ganz viel Begeisterung: Beim Maskottchen-Rennen des Dresdner Citylaufs am 22. März 2026 sorgt Mo für den Überraschungssieg. Nach einem Sturz im Vorjahr gelingt diesmal alles – und die Freude bei den Kindern ist mindestens genauso groß wie der Pokal.

Revanche geglückt: Mo holt sich den Sieg beim Dresdner Citylauf

Das Maskottchen-Rennen beim Dresdner Citylauf ist kurz, aber besonders: Rund 200 Meter lang, gestartet direkt nach dem 2-km-Kinderlauf und noch vor dem 400-m-Bambinilauf. Die Maskottchen laufen dabei genau auf die an der Startlinie wartenden Kinder zu – die Startlinie wird in diesem Fall selbst zum Ziel, inklusive Siegerbanner, das durchlaufen werden muss.

Mo ist das Maskottchen der Jugend- und Sozialwerk gemeinnützigen GmbH, die in Dresden zehn Einrichtungen betreibt – acht Kitas und zwei Horte. Während im vergangenen Jahr rund 60 Kinder teilnahmen, waren es in diesem Jahr bereits fast 120. Die Laufbewegung innerhalb des Trägers wächst – in vier Bundesländern, aber besonders deutlich in Dresden. Auch Mo war 2025 zum ersten Mal beim Maskottchen-Rennen dabei.

Der Mann im Mo-Kostüm: Anton Klups

Schon damals steckte Anton Klups im Kostüm – heute 37 Jahre alt und Erzieher in der JuS-Kita Kleinstein. Auf die Frage, wie er dazu kam, im Mo-Kostüm zu laufen, sagt er: „Ich war im Frühjahr 2025 das erste Mal im Kostüm, weil wir für unsere Einrichtung Bilder für Flyer und Website brauchten. Als ich dann gefragt wurde, ob ich beim Citylauf mitmachen würde, habe ich sofort Ja gesagt. Ich hatte ja mit den Kindern schon ein bisschen trainiert – und konnte dann selbst mitlaufen.“

Die erste Teilnahme lief allerdings nicht wie geplant: „Ich bin gestürzt, habe mich mit dem Krokodil verheddert, hatte viel zu große Schuhe an – das Rennen war schnell vorbei. Aber das war nicht schlimm. Dabei sein und unseren Mo zeigen, das war die Hauptsache.“

2026 sollte es besser laufen

Anton Klups: „Ich habe mir vorgenommen, ruhiger zu starten und nicht so aufgeregt zu sein. Die Schuhe waren besser – und es lief direkt gut.“ Warum genau? „Ich hatte Platz, keine Rempelei. Und als aktiver Volleyballer mit zwei- bis dreimal Training pro Woche war ich wohl auch fit genug für 200 Meter im Kostüm“, sagt er und lacht.

Kurz vor dem Ziel wurde es spannend: „Ich habe aus dem Augenwinkel den Sieger von 2025 gesehen – Titanius mit seinen Laufschuhen. Er war wieder vorne dabei.“

Und dann kam der Gedanke: „Beim Maskottchentreff hieß es vorher, es geht nicht ums Gewinnen, sondern um Spaß für die Kinder. Aber ich dachte mir: Dieses Jahr kann auch mal jemand anderes gewinnen.“ Und so kam es: Mo lief als Erster durchs Ziel.

„Den Pokal lieben wir! Er steht jetzt erstmal im Regionalbüro, aber wir haben schon gesagt: Er geht reihum durch die Kitas. Unsere Kinder hatten so viel Spaß – beim Training, vor dem Lauf, bei der Aufregung und dann im Ziel mit Medaille. Das ist einfach eine richtig schöne Sache.“

Anton Klups arbeitet seit 15 Jahren in der Kita Kleinstein. Schon vorher war er dort: als Kinderpfleger im Praktikum, während der Erzieherausbildung und anschließend noch ein Jahr im Zivildienst.

Manche Geschichten schreibt einfach nur das echte Leben.

Fotonachweis: 3x Laufzsene Sachsen, 1x Anton Klups

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