Ferien im Hort in Hohen Neuendorf: Sechs Wochen voller Abenteuer, Ideen und Entdeckungen bei den Waldkids

Von Survival im Wald über eine Reise durch die Jahrzehnte bis hin zu einer eigenen Schatzsuche: Die Sommerferien bei den Waldkids in Hohen Neuendorf waren alles andere als langweilig. Sechs Wochen lang erwartete die Kinder ein abwechslungsreiches Ferienprogramm mit spannenden Mottos, kreativen Angeboten, Ausflügen, Bewegung, Experimenten und ganz viel gemeinsamer Zeit.

Denn Ferien im Hort können mehr sein als Betreuung: Sie bieten Raum für eigene Ideen, neue Erfahrungen, gemeinsames Erleben und jede Menge Spaß. Genau das zeigten die Waldkids in diesem Sommer eindrucksvoll. Jede der sechs Ferienwochen hatte ihr eigenes Motto – und jede Woche brachte neue Herausforderungen, Erlebnisse und Überraschungen.

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Zum Ferienauftakt ging es bei den Waldkids direkt nach draußen. Unter dem Motto „Outdoor und Survival“ konnten die Kinder zeigen, wie geschickt, schnell und ausdauernd sie sind.

Den Start machte ein Tanzangebot zum Lied „Dai Dai“ von Shakira. Die einstudierte Choreografie wurde am Nachmittag und am folgenden Tag aufgeführt. Gleichzeitig wartete ein Hindernisparcours auf die Kinder. Hier kam es nicht nur auf Schnelligkeit an: Geschicklichkeit, Ausdauer und vor allem Willensstärke waren gefragt.

Besonders spannend wurde es beim Ausflug in den Wald zu den Rotpfuhlen. Dort sollten die Kinder eigene Shelter bauen – einfache Unterschlüpfe, wie sie auch beim Survival genutzt werden. Als Baumaterial dienten vor allem Dinge, die sie selbst in der Natur fanden. Das Projekt war allerdings so spannend, dass ein Tag dafür kaum ausreichte. Weil die Kinder noch nicht fertig waren und das Interesse ungebrochen groß war, ging es kurzerhand ein zweites Mal in den Wald, um die Shelter fertigzustellen.

Auch das Thema Feuer durfte bei einer echten Survival-Woche natürlich nicht fehlen. Die Kinder versuchten sich mit einem Feuerstahl und selbst gesammelten Naturmaterialien darin, ein Feuer zu entzünden und am Brennen zu halten. Anschließend wurde es kulinarisch: Der Stockbrotteig wurde selbst hergestellt und später über der Feuerschale gebacken. Selbst gemacht schmeckt eben besonders gut.

Zum Abschluss der Woche wurde es etwas ruhiger. Es gab Pokémon-Matches und viel Zeit für freies Spiel. Die erste Ferienwoche war damit eine Mischung aus Abenteuer, Naturerfahrung, Bewegung und jeder Menge Teamgeist – und machte Lust auf mehr.

In der zweiten Ferienwoche wurden die Kinder zu „Hütern der vier Elemente“. Luft, Feuer, Wasser und Erde bestimmten das Programm. Für ihre Aktivitäten konnten die Kinder dabei Elementsteine sammeln.

So bauten die Kinder am Montag Ballonautos und traten damit zu einem Wettrennen an. Außerdem wurden Boomerangs aus Pappe hergestellt.

Am Dienstag stand das Element Feuer im Mittelpunkt. Eine Gruppe besuchte die neue Bibliothek am Bahnhof Hohen Neuendorf, bekam dort eine Einweisung und konnte einer Geschichte mit bewegten Bildern lauschen. Parallel ging es beim Feuerangebot wieder praktisch zu: Die Kinder konnten erneut selbst Feuer machen und den Teig für das Stockbrot vorbereiten. Am Nachmittag wurde am Lagerfeuer Stockbrot gebacken. Außerdem entstanden aus Toilettenpapierrollen fantasievolle Feuervögel.

Beim Element Wasser ging es an die Briese und auf den Kneipp-Pfad. Andere Kinder bauten Schaufelradboote aus Holz oder gestalteten Fische aus Wäscheklammern.

Am Donnerstag stand das Element Erde im Mittelpunkt. Bei einem Waldspaziergang wurden Naturmaterialien gesammelt und daraus Mandalas gelegt. Im Buddelkasten entstanden kreative Sandburgen.

Am Freitag wurde mit Papierfliegern experimentiert und ein Wettbewerb veranstaltet. Auf dem Spielplatz konnten sich die Kinder austoben und begonnene Bastelarbeiten fertigstellen. Besonders beeindruckend: Eine Dominostrecke aus den Holzbausteinen zog sich vom Budenbauraum bis hinunter zum Anmeldetresen.

Ein echtes Highlight war das große Pokémon-Turnier, das der Hort Lehnitz veranstaltete. 35 Kinder aus sechs Horten traten gegeneinander an. Die Waldkids waren mit 14 Kindern und zwei Erziehern dabei.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Sechs Waldkids schafften es ins Viertelfinale, zwei Kinder belegten am Ende Platz 2 und Platz 3. Das Turnier soll künftig noch größer werden. Die Idee: Einmal im Jahr treten interessierte Horte gegeneinander an und spielen um einen Wanderpokal.

Und auch die leisen Töne hatten ihren Platz: Begleitend wurde „Greta und die Giraffensprache“ gelesen und darüber gesprochen, wie Gefühle ausgedrückt, Bedürfnisse wahrgenommen und Konflikte achtsam gelöst werden können.

In der dritten Ferienwoche gingen die Waldkids auf eine ganz besondere Zeitreise durch die Jahrzehnte. Von den 70ern bis in die 2010er-Jahre wurde jeden Tag ein neues Jahrzehnt entdeckt – mit Musik, kuriosen Fakten, Mode, Spielen und passenden Kreativangeboten.

Der Tag begann jeweils mit einem „Fakt des Tages“ und natürlich dem passenden Song zum jeweiligen Jahrzehnt. So erfuhren die Kinder beispielsweise, dass UNO bereits in den 70er-Jahren auf den Markt kam. Dazu erklang „Dancing Queen“ von ABBA und die Kinder konnten entdecken, welche Kleidung damals angesagt war und was die Zeit sonst noch geprägt hat.

Passend dazu wurde kreativ gearbeitet: Aus Papier entstanden eigene Schallplatten, die anschließend individuell gestaltet und dekoriert wurden.

Die 80er: Mauerfall und Traumfänger

Am Dienstag ging die Zeitreise in die 80er-Jahre. Bei „I Wanna Dance with Somebody“ von Whitney Houston kam direkt die passende Stimmung auf. Beim „Fakt des Tages“ beschäftigten sich die Kinder mit dem Mauerfall am 9. November 1989.

Kreativ entstanden an diesem Tag Traumfänger, während die Kinder draußen bei einer Runde Gummihopse selbst erleben konnten, dass manche Spiele auch Jahrzehnte später noch Spaß machen.

Die 90er: Diddl, Backstreet Boys und Freundschaftsbänder

Dann hieß es: „90er-Jahre, yeahhhh!“

Die Kinder erfuhren, dass die Diddl Maus in diesem Jahrzehnt ihren großen Hype erlebte – und inzwischen sogar wieder ein Revival in den Geschäften feiert. Dazu lief „I Want It That Way“ von den Backstreet Boys.

Natürlich wurde auch wieder selbst Hand angelegt: Die Kinder knüpften Freundschaftsbänder. Bei einem Spiel mussten sie außerdem bekannte Kinderserien der 90er-Jahre erraten.

Und weil so ein Zeitreise-Tag auch kulinarisch standesgemäß begangen werden muss, gab es nach dem Mittagessen für jedes Kind ein Eis. Am Nachmittag wurde der Grill angeworfen und mit leckeren Bratwürsten für das leibliche Wohl gesorgt.

Die 2000er: CDs, iPods und ein heißer Sommertag

Am Donnerstag angekommen in den 2000er-Jahren, beschäftigten sich die Kinder mit einer Zeit, in der CDs noch ganz selbstverständlich zum Alltag gehörten und später von MP3-Playern und iPods abgelöst wurden.

Natürlich durfte auch hier die passende Musik nicht fehlen: „Dragostea din tei“ von O-Zone sorgte für den musikalischen Ohrwurm.

Im Vesperraum entstanden kreative CDs zum Selbermachen. Und weil der Sommertag ordentlich heiß war, wurde auch für Abkühlung gesorgt: Der Wasserstrahl wurde angeschlossen, Planschbecken wurden aufgestellt und Eis verteilt.

Die 2010er: Das Jahrzehnt, in dem die Waldkids geboren wurden

Zum Abschluss ging es in die 2010er-Jahre – also in das Jahrzehnt, in dem die meisten Kinder selbst geboren wurden.

Auch hier gab es spannende Fakten: Sneaker und Hipster-Bärte waren angesagt, 2014 wurde Deutschland Fußball-Weltmeister und Streamingangebote wie Netflix veränderten die Medienwelt.

Musikalisch lief Jennifer Lopez mit „On the Floor“. Und dann wurde es ernst: Beim großen Quiz in der Mensa mussten die Kinder zeigen, wie gut sie während der Woche aufgepasst hatten. Wer bei den täglichen Fakten genau hingehört hatte, konnte am Ende punkten und sich über einen kleinen Gewinn freuen.

Natürlich durfte auch das nicht fehlen, was bei den Waldkids offenbar ohnehin immer geht: Pokémon- und Yu-Gi-Oh-Duelle sowie spektakuläre Dominobahnen, die mit viel Geduld aufgebaut und anschließend mit umso mehr Begeisterung zum Einsturz gebracht wurden.

Die Zeitreise war damit weit mehr als ein Blick zurück. Die Kinder konnten spielerisch erleben, wie sich Musik, Spiele, Mode, Medien und Alltag über die Jahrzehnte verändert haben.

In der vierten Ferienwoche ging es unter dem Motto „Gesund in die Zukunft“ um den eigenen Körper, Bewegung, Ernährung und das Wohlbefinden.

Zum Einstieg konnten die Kinder beim Körperquiz „Mein Körper – Dein Körper“ ihr Wissen unter Beweis stellen. Mit klebenden Bildkarten versuchten sie, Organe wie Herz, Magen und Lunge an der richtigen Stelle des eigenen Körpers zu platzieren. Anschließend wurde gemeinsam darüber gesprochen, wie die Organe heißen und welche Aufgaben sie haben.

Am Dienstag wurde es lecker und ein bisschen experimentell: In der Lehrküche stellten die Kinder ihren eigenen Cola-Sirup aus Colakraut, Zucker und Zitronen her. Für alle, die es anschließend etwas ruhiger angehen lassen wollten, gab es am Nachmittag eine Geschichte zum Entspannen.

Mittwoch war Bewegung angesagt. Die Kinder studierten eine Tanzchoreografie ein und übten sie über den Tag hinweg immer wieder. Während die einen tanzten, bastelten andere Spaßbrillen aus Eierkartons.

Da der selbst gemachte Cola-Sirup am Vortag so gut angekommen war, gab es eine zweite Runde. Außerdem wurden in der Lehrküche Müsliriegel aus Haferflocken, Honig, Zimt, Nüssen und Butter gebacken – und natürlich anschließend auch probiert.

Das große Highlight am Donnerstag war ein liebevoll vorbereiteter Barfußpfad. Verschiedene Stationen luden dazu ein, mit den Füßen ganz bewusst unterschiedliche Materialien zu erspüren: Tannenzapfen, Kies, Äste, ein Rostgitter und sogar Schlamm.

Da wurde schnell klar: Barfuß unterwegs zu sein kann überraschend spannend sein.

Am Freitag ging es für alle, die Lust hatten, auf den Adolf-Damaschke-Spielplatz. Im Hort konnten die übrigen Kinder tanzen, frei spielen und natürlich weiter Pokémon-Duelle austragen.

Und schließlich war es so weit: Der selbst angesetzte Cola-Sirup war fertig, wurde abgefüllt und durfte mit nach Hause genommen werden.

Zum Abschluss konnten die Kinder bei einer Traumreise zur Ruhe kommen und die Ferienwoche entspannt ausklingen lassen.

Parallel zu den täglichen Angeboten lief das Projekt „Ich bin richtig – Ich bin wichtig!“. Dabei ging es um Gefühle, eigene Bedürfnisse, die Bedürfnisse anderer und darum, Konflikte ohne verletzende Worte zu lösen.

In der fünften Ferienwoche hieß es „Leinen los!“ – zumindest gedanklich. Beim großen Insel-Hopping konnten die Kinder jeden Tag eine andere Insel entdecken.

Die Tierinsel

Los ging es auf der Tierinsel mit einer ziemlich ungewöhnlichen Urlaubsgeschichte: Ein Erzieher erzählte von einem Erlebnis, bei dem ihm ein Affe eine Dose Fanta geklaut hatte.

Dass die Kinder kurze Zeit später selbst einem Affen begegnen würden, damit hatte vermutlich niemand gerechnet. Ein Erzieher schlüpfte kurzerhand in ein Affenkostüm und sorgte damit in der Morgenrunde für ein echtes „Affentheater“.

Auch sportlich ging es zur Sache: Die Kinder absolvierten einen Kletterparcours auf Zeit, hangelten um die Wette und stellten beim Luftanhalten unter Wasser ihre Ausdauer unter Beweis.

Wer es lieber kreativ mochte, konnte eine kleine süße Spinne basteln.

Die Entspannungsinsel

Nach so viel Abenteuer durfte es auch einmal etwas ruhiger werden. Auf der Entspannungsinsel wurde zu unterschiedlicher Musik gemalt: Pianoklänge führten zu ruhigen Linien, Rockmusik zu wilden Zeichnungen und beim Soundtrack von „Lilo & Stitch“ entstanden Bilder von Surfwellen, Strand und allem, was den Kindern sonst noch einfiel.

Geschichten und eine Traumreise sorgten für zusätzliche Ruhe.

Draußen gab es gleichzeitig eine kleine Riechstation mit Düften wie Lavendel, Vanille und Minze.

Die Naturinsel

Auf der Naturinsel wurde experimentiert. Die Kinder bauten aus Naturmaterialien einen eigenen Wasserfilter. Das gefilterte Wasser sah zwar deutlich sauberer aus – trinken sollte man es allerdings trotzdem lieber nicht.

Auch ein kleiner Vulkan entstand: Flüssigseife, Natron, Essig und Glitzer wurden miteinander kombiniert und sorgten für einen spektakulären Ausbruch.

Bei einem weiteren Experiment wurde ein Teebeutel mithilfe von Feuer sogar rund zwei Meter in die Luft geschleudert.

Und weil auch auf einer Insel der Look stimmen muss, gab es zusätzlich eine Haarstation für geflochtene Frisuren.

Die Früchteinsel

Auf der Früchteinsel wurde es schließlich richtig lecker. Gemeinsam wurden Kokosnüsse geöffnet, Ananas geschnitten und Mangos verarbeitet – letztere offenbar mit einer gewissen glitschigen Herausforderung.

Bananen, Physalis, Äpfel, Weintrauben, Honigmelonen, Kaktusfeigen und Limetten wanderten ebenfalls in die Schüsseln und wurden zu einem großen Obstsalat verarbeitet.

Dazu gab es selbst gemachtes Himbeereis. Und bei der anschließenden Blindverkostung mussten die Kinder mit verbundenen Augen verschiedene Obstsorten erkennen.

Die Schatzinsel

Zum Abschluss durfte bei einem echten Inselabenteuer natürlich eines nicht fehlen: ein Schatz.

Doch der war gut versteckt und musste erst verdient werden. In vier Gruppen rätselten die Kinder sich von Hinweis zu Hinweis. Dabei galt es unter anderem Mathematikaufgaben zu lösen und knifflige Rätsel zu meistern.

Auch das bekannte Rätsel mit Wolf, Ziege und Kohl sowie ein Eimerrätsel mussten geknackt werden.

Gar nicht so einfach – aber die Kinder schafften es gemeinsam. Am Ende wurde der vergrabene Schatz entdeckt und natürlich auch geplündert.

Zum Abschluss der Sommerferien wurden die Kinder selbst zu den Programmmachern. Das Motto der sechsten Woche lautete „Wünsche-Woche“. Die Kinder konnten eigene Ideen und Wünsche für die Ferienwoche einbringen. Die verschiedenen Vorschläge wurden gesammelt und so weit wie möglich gemeinsam umgesetzt. Damit wurde die letzte Ferienwoche zu einem bunten Mix aus genau dem, was die Kinder selbst gerne machen wollten.

Am Montag ging es auf den Adolf-Dechert-Spielplatz.

Am Dienstag wurde an einem besonderen Kreativprojekt gearbeitet: Die Kinder begannen, eigene Monster zu nähen – eine Aufgabe, die sich über mehrere Tage erstreckte. Dazu wurden Waffeln gebacken, Tischtennis gespielt und Seilspringen ausprobiert. Auch der Medienraum stand offen und bot Gelegenheit zum Lesen und Spielen.

Am Mittwoch wurden Pizza-Schnecken gebacken und im Wäldchen „Capture the Flag“ gespielt. Im Sportraum wartete ein weiteres sportliches Angebot, während im Kreativraum Raupen gebastelt wurden.

Und dann durfte sogar Poker gespielt werden.

Am Donnerstag wurde es besonders bunt: Verkleiden stand auf dem Programm – Kostüme und Schlafanzüge waren ausdrücklich erwünscht.

Anschließend startete eine Sommerrallye durch das gesamte Haus. An verschiedenen Stationen mussten Aufgaben bewältigt werden. Zum besonderen Wettbewerb kam es anschließend: Das Gewinnerteam der Kinder trat gegen das Erzieherteam an.

Am Freitag wartete schließlich eine Schatzsuche auf dem Schulhof. Die Kinder organisierten außerdem ihren eigenen Eisstand und verteilten Eis an alle.

Zum Ferienausklang gab es einen Skater-Nachmittag, bei dem die Kinder ihre eigenen Fahrzeuge ausprobieren konnten.

Auch in dieser letzten Ferienwoche begleitete das Hörspielprojekt „Ich bin richtig. Ich bin wichtig.“ die Kinder. Dabei wurde gemeinsam über Gefühle, Bedürfnisse und den Umgang miteinander gesprochen.

Kleine Bilder-Impressionen der Ferien

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